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Berufsverbände sind wichtig für die Gestaltung der politischen Landschaft

Der Aargauische Maler- und Gipserunternehmerverband hat im Kanton Aargau einen hohen Stellenwert. Das bewies die 118. Generalversammlung im Dachtheater des Klosters Muri. Verbandspräsident Claudio Mazzei konnte am 8. April 2011 viel Prominenz aus dem politischen und kulturellen Leben begrüssen. Regierungsrat und Finanzdirektor Roland Brogli, die beiden Nationalrätinnen Esther Egger und Sylvia Flückiger, Nationalrat Hans Killer und Grossratspräsident Dr. Theo Vögtli unterstrichen die Bedeutung dieses Anlasses.

Gemeindeammann Josef Etterlin stellte die Gemeinde Muri mit ihrem weit über die Kantonsgrenzen hinaus bekannten Klosterareal vor, in dem in den letzten Jahren über 100 Mio. Franken verbaut worden sind. Das Kloster Muri kann sich auf eine breite Trägerschaft abstützen. Wie zukunftsorientiert man sich rund ums Kloster Muri verhält, erläuterte Peter Hägler in seinem bemerkenswerten Referat unter dem Titel «Das Kloster und seine Projekte» im späteren Verlauf der AMGV-Generalversammlung.
Der Aargau ist ein KMU-Kanton:
Regierungrat Roland Brogli lobte die Kreativität im Maler- und Gipsergewerbe. Er habe bei Renovationsarbeiten an seinem Arbeitssitz im Telli täglich erleben können, wie sich der Umbau von Tag zu Tag schöner und wohnlicher entwickelt habe. «Weisse Wände lassen nur wenig Spielraum. Da müssen wir noch was dran ändern», hielt Roland Brogli fest, der sich vom Potenzial der ganzen Branche beeindruckt zeigte. «Ich bin zuversichtlich für unsere gewerbliche und gesellschaftliche Entwicklung, wenn ich die Leistungen des beruflichen Nachwuchses sehe. Motivierte Berufsleute kommen der ganzen Wirtschaft zugute. Der Aargau als eigentlicher KMU-Kanton ist stolz auf die gewerbliche Qualität auch in schwierigen Zeiten. Wir haben die Wirtschaftskrise besser überstanden als viele andere Kantone», betonte Roland Brogli und bezeichnete eine gerechte Steuerpolitik als eines der wichtigsten Ziele in den kommenden Jahren. Regierungsrat Brogli ab¬schliessend: «Die politische Landschaft zu gestalten, bedeutet nicht auf Kreativität zu verzichten. Einen neuen Anstrich gibt es wie bei jeder Renovation oder Sanierung in vielen Bereichen des Lebens.»
Speditive Generalversammlung:
Claudio Mazzei führte souverän durch die ordentlichen Verbandsgeschäfte. Verbandssekretärin Monika Schmid, die mit Francesca Meier für die Vorbereitung dieser Generalversammlung besonders gelobt wurde, erläuterte die Jahresrechnung, die einstimmig angenommen wurde. Nach geringfügigen Mutationen verfügt der AMGV per 31. Dezember 2009 über 183 aktive Betriebe und gehört damit zu den bedeutendsten Berufsverbänden im Kanton. Der Jahresbeitrag bleibt unverändert.
Zwei Demissionen im Vorstand:
Mit herzlichen Worten verabschiedete Verbandspräsident Claudio Mazzei mit Werner Aegerter, Rombach, und Peter Fontana, Wohlen, zwei langjährige Vorstandsmitglieder. Werner Aegerter gehörte dem Vorstand 10 Jahre und Peter Fontana 16 Jahre an. «Beide haben sich grosse Verdienste um den AMGV erworben. So hat Werner Aegerter die Lehrabschluss¬prüfungen revolutioniert und seit 1990 verschiedenste Aufgaben im Verband übernommen. Peter Fontana ist ebenfalls seit 1990 Prüfungsexperte und präsidiert seit drei Jahren die Gipsermeister», hielt Claudio Mazzei fest. Anschliessend wurden mehrere verdiente Verbandsmitgliedern zu Freimitgliedern ernannt.
Vizepräsident Stefan Farner, Rupperswil, erläuterte den Lehrlingswettbewerb, an dem in diesem Jahr auf freiwilliger Basis rund 75 Prozent aller Lehrlinge teilgenommen haben. Diese erneut hohe Beteiligung beweist, wie hochmotiviert in allen Lehrjahren gearbeitet wird und wie gross die Unterstützung der Lernenden durch die Lehrkräfte, die Lehrmeister und die Eltern ist.
Mehrere Grussadressen:
Nationalrätin Sylvia Flückiger freute sich über das initiative Maler- und Gipsergewerbe. Vor dem schweizweiten wirtschaftlichen Hintergrund warnte sie vor einer weiterhin aufkommenden Verwaltungseuphorie, die eingedämmt werden müsse: «Im Leben und im Sport gibt es Spielregeln, die man von Zeit zu Zeit überdenken oder auch ändern muss.» Damit schnitt sie Themen wie fragwürdige Ich-AG’s oder aber auch den neuen Lohnausweis an, der administrativ und vor allem zeitlich die KMU’s herausfordere.
Parallelen zwischen Handwerk und Politik:
Dies zeigte Grossratspräsident Dr. Theo Vögtli in seiner Grussadresse auf. «Was hat Politik mit Malern und Gipsern zu tun? Beide arbeiten an Oberflächen und Fassaden mit einer gewissen Nachhaltigkeit. Hier gibt es viele Parallelen zur Politik, in der gelegentlich Probleme episch beschrieben werden und an den Fassaden gearbeitet wird. Wie Schäden zu beheben sind, das wissen aber sowohl die Maler und Gipser wie auch die Politiker.»

Der Präsident Claudio Mazzei begrüsst die Anwesenden

Der Präsident Claudio Mazzei begrüsst die Anwesenden

Nationalrätin Esther Egger, Grossratspräsident Dr. Theo Vögtli, Nationalrätin Sylvia Flückiger, Regierungsrat Roland Brogli und Nationalrat hans Killer

Nationalrätin Esther Egger, Grossratspräsident Dr. Theo Vögtli, Nationalrätin Sylvia Flückiger, Regierungsrat Roland Brogli und Nationalrat hans Killer

Geri Moser vom Baumeisterverband Aargau und Claudio Mazzei begrüssen Nationalrätin Sylvia Flückiger

Geri Moser vom Baumeisterverband Aargau und Claudio Mazzei begrüssen Nationalrätin Sylvia Flückiger


Aargauischer Maler- und Gipserunternehmerverband, Graben 10, Postfach, 5001 Aarau, Fon 062 871 27 18, E-Mail info@amgv.ch
Regionalverband des Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmerverbandes SMGV